Vorweg: Instant Impro bietet eine Show, die komplett improvisiert ist. Denn nur das Publikum entscheidet, was gespielt, worüber gesungen oder auch eine Geschichte erzählt wird. Hammer, oder? Darüber wollte TANTE BABO mehr wissen und hat mal nachgefragt.

Bild1

Deshalb waren wir im Theater im Fischereihafen, kurz TiF. Ein kleines Beispiel, was da so Phase ist: Das Publikum entscheidet über das Genre und Thema eines Songs: "Die Seute Deern wird abgewrackt" in den Stilen Heavy Metal, Schlager und Reggae. "Alter, müssen die kreativ sein!", war unser erster Gedanke. Aber jetzt 5, 4, 3, 2, 1… los! Bühne frei für Yana, Alexandra, Jörg, Norman und Guido. 

 

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Alexandra: Über ein Projekt am Stadttheater. Es ging darum, professionelle Schauspieler und Schüler zusammen in Produktion zu bringen.

Das hieß viele Workshops und Proben. So haben wir damals zusammengefunden.

  • Jörg: Genau! Das Projekt wurde damals aufgelöst, wir wollten aber weiter zusammen arbeiten und sind durch Zufall auf diese Methode gestoßen. Ein Jahr trainiert und dann ging's auf die Bühne. 

 

Seid ihr seit 25 Jahren auch die gleiche Besetzung?

Alexandra: Wir waren mal mehr und sind seit ungefähr 15 Jahren so…?!

  • Jörg: …also 1993/94 haben wir uns gegründet. Und ich glaube 96/97 haben wir beschlossen, das zu intensivieren. Und dafür haben wir zum Teil unsere Jobs gekündigt.

 

Das war früher also nur nebenbei?

Alexandra: Ja, nur nebenbei. Aber es war zu viel und sind dann in die Selbstständigkeit. Norman war in einer Werbeagentur und hat seinen Job gekündigt, Yana war als Logopädin tätig und ich bei der Nordsee-Zeitung. Jörg war vorher schon im TiF in der Organisation.

  • Guido: Ich bin auch in meinem Job geblieben. Hab' schon immer Musik gemacht.

 

Kann man sich fürs Improvisieren überhaupt vorbereiten?

  • Yana: Im Grunde ist es schon vorbereitet. Es gibt viele Techniken, die man lernen muss und Arten und Weisen, wie man sich begegnet, wie man einander zuhört und einander sieht. Das haben wir in den ersten Jahren immer wieder trainiert. Irgendwann kann man es, aber es braucht natürlich immer wieder eine Auffrischung.

 

Braucht man für so einen Auftritt denn Vertrauen?

  • Jörg: Klar braucht es Vertrauen. Da aber auch fremde Spieler die Improregeln und die gleiche Methodik trainieren und beherschen, ist es relativ egal. Man sieht sich das erste Mal am Abend, kannst aber so auf die Bühne gehen.

 

Habt ihr unter der Woche trotzdem noch miteinander zu tun und probt?

Norman: Wir besprechen vor allem Veranstaltungen, die so anstehen. Nicht inhaltlich, sondern eher, wer wann und wo sein muss. Wo geht's als nächstes hin. Möchte die Firma, die uns gebucht hat, inhaltlich etwas bestimmtes gespielt haben und so weiter.

Vorhin auf der Bühne musste Alexandra in einem Interview mit Yana ihren Beruf erklären, den sie selbst noch gar nicht kannte. Jörgs Hände waren deine und er durfte nur pantomimisch Tipps geben: Sardinenbüchse als Bildschirmschoner, die im Darkweb zu kaufen ist.

  • Alexandra: Das ist so ein klassisches Spiel – ich biete ein paar Wörter an und dann bekomme ich eine Antwort von meinen Händen. Und umgekehrt genau so. So tasten wir uns von Moment zu Moment und zum Schluss fügen wir die Dinge zusammen. Natürlich ist da auch viel Training bei. Und immerhin kennen wir uns schon über 25 Jahre. 

 

Wenn man so viel Zeit zusammen verbringt, ist man irgendwann doch auch befreundet. Seid ihr Freunde?

Jörg: Joa.

  • Norman: Nnnein… (Da haben alle gelacht)

 

Ihr unternehmt schon mal was? Wein-Abend und so…

Yana: Sowohl als auch… Also Alex ist zum Beispiel eine meiner besten Freundinnen. Wir waren auch schon mal mit Jörg und Guido zusammen im Urlaub. Norman wohnt aber seit vielen Jahren in Bremen.

Jörg: Der ist so 'n bisschen der Aussätzige. 

Yana: Genau, so 'n bisschen der Aussätzige. Würden wir aber trotzdem ganz klar als Freund bezeichnen. 

  • Alexandra: Ja, es ist sehr familiär!

 

Das hört sich total harmonisch an bei euch!

Yana: Wir wissen auch viel voneinander. Jeder weiß, wie es dem anderen gerade geht und was derjenige erlebt. 

  • Alexandra: Guck' mal, wir verbringen auch sehr viel Zeit zusammen. 80 Prozent davon ist Wartezeit. Das heißt wir reisen irgendwo an, machen einen Soundcheck für die Show, die vielleicht 20 Minuten geht. Danach wird gewartet bis der Auftritt kommt, haben aber auch schon drei Stunden Anreise hinter uns.

 

Habt ihr Tipps für unsere Leser, die im Alltag vielleicht ganz hilfreich sind?

Alexandra: Tipps vielleicht nicht, aber eventuell etwas für die Haltung, die im alltäglichen Leben schon sehr wichtig ist.

Trust your intuition

  • Handeln ohne Plan schlägt planen ohne Handeln
  • Unsere Verabredung mit dem Leben kommt im gegenwärtigen Augenblick zustande. 
  • Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden.

Der eine oder andere wird ganz bestimmt etwas damit anfangen können.

TANTE BABO-Fazit:

Party-TANTE goes Kultur – ja, warum denn nich'?! Ewig nicht im Theater gewesen und es wurde allmählich Zeit, wie wir feststellten. Wie geil ist denn bitte Instant Impro? Voll geflasht gingen wir aus der Show und fanden es total schade, als sie vorbei war. Das schreit safe nach 'ner Wiederholung!

Bild3

Das könnte dich auch interessieren:

IMG_1621
Liebe und So

Engelbrecht: Azubis schmeißen den Laden

Stadtbäckerei Engelbrecht in Wulsdorf: Ein Banner mit der Aufschrift "Azubi-Tag" hängt über dem Eingang. Was geht denn hier?

GX6A1734
Trend

Happy Easter, ihr süßen Hasen!

Keine Deko für den Osterbrunch da und so gar keine Idee, was aufgetischt werden soll? Keinen Stress… TANTE BABO hat einige Tipps!

Logo facebook Instagram Suche Feuer eye eye-slash clock-o binoculars home exclamation fire

akzeptieren Um unsere Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und Ihren Möglichkeiten Ihre Privacy-Einstellungen anzupassen, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.