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TANTE BABO / Das Ding
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Warum der WG-Putzplan gar nicht so blöd ist

Ihr wohnt in einer WG oder überlegt in eine zu ziehen? Damit das Zusammenleben auch so richtig geil wird, hat die TANTE ein paar Tipps für euch – sie spricht da nämlich aus Erfahrung. Wohngemeinschaft macht voll Spaß! Damit das aber so bleibt und ihr euch nicht an die Gurgel geht, kommen hier jetzt superpraktische Hinweise – wie ein WG-Putzplan.

WG als kleine Familie

Das Leben in einer WG ist so einiges, aber vor allem gemeinschaftlich – steckt ja auch schon im Namen. Im besten Fall ist sind eure Mitbewohner wie eine kleine Familie für euch. Denn ihr teilt nicht nur die Wohnräume, sondern ein Stück weit auch euren Alltag. Aber auch in einer Familie gibt es mal Unstimmigkeiten. Ist ja auch kein Wunder, wenn viele verschiedene Charaktere und Vorstellungen aufeinandertreffen. Jeder hat seine ganz eigene Definition von Ordnung und Sauberkeit. Und jeder Wohlfühlfaktor ist unterschiedlich. Die grundsätzliche Empfehlung der TANTE: Reden, reden und nochmal reden.

Dich stört was? Sprich es an!

Dich stört, dass dein Mitbewohner schon wieder nicht die Küche aufgeräumt hat? Und das Badezimmer wurde auch schon eeewig nicht mehr geputzt. Dann sprich es einfach an! Und manchmal sind das leider ätzende Nerv-Themen. Augen zu und durch. Es gibt kaum was Schlimmeres als unausgesprochene Themen, die jeder förmlich fühlen kann. Im schlimmsten Fall führt das zu einer Reise nach „Passiv-Aggressivistan“ und da ist es überhaupt nicht schön. Überall sind brodelnde Vulkane und ständig explodiert irgendwo was. Also: Trau dich und mach die Klappe auf. Woher soll dein Mitbewohner, denn auch sonst wissen, dass dich was stört?! Aber: Natürlich immer freundlich bleiben. Sonst macht dein Gegenüber gleich dicht.

Wie wäre es mit einem WG-Putzplan?

Ihr könnt dafür auch einen festen Termin vereinbaren und euch vorher ein paar Notizen machen. Macht´s euch muckelig und schafft eine ruhige Atmosphäre. Und wenn´s dann so weit ist, führt ein Gespräch auf Augenhöhe. Lasst alle mal zu Wort kommen und hört euch alle Meinungen an. Da es erfahrungsgemäß meistens um das Thema Putzen geht, kommt hier ein Hölle guter Tipp: Macht einen WG-Putzplan! Was? Seid ihr zu cool für? Quatsch! Das Ding macht euch das Leben heftig leicht – versprochen.

WG-Putzplan: Wo muss geputzt werden?

Also, auf geht´s – plant euren WG-Putzplan. Legt am besten zuerst die Bereiche fest, die ihr regelmäßig saubermachen wollt. Zum Beispiel:

• Küche
• Bad
• Flur
• Altglas
• Müll

Überlegt euch dabei auch was und wie saubergemacht werden soll. Reicht´s euch die Küche wöchentlich zu saugen oder soll auch gewischt werden? Wer kümmert sich um die WG-Wäsche? Welche Putzmittel braucht ihr und gibt´s dafür eine Gemeinschaftskasse? Ihr seht: Fragen über Fragen. Aber dran bleiben lohnt sich voll.

Hat hier jemand Pizza gesagt?!

Wie detailliert ihr den Putzplan braucht, liegt bei euch. Wichtig ist dann auch noch, sich auf eine wöchentliche Deadline festzulegen. Sonst macht Mitbewohner A das Bad am Sonntag sauber und Mitbewohner B am Montag das nächste Mal. Das wäre eher semi-cool. Falls es dann Probleme beim Einhalten des Putzplanes gibt, dürft ihr euch ruhig eine kleine Sanktion überlegen. Das kann beispielsweise die nächste Runde Pizza zum WG-Abend sein oder ein kleiner finanzieller Beitrag in die WG-Kasse. Da fällt euch gemeinsam schon was Passendes ein.

Long Story short: WG-Putzplan!

Den WG-Putzplan visualisiert ihr dann am besten. Das hat immer einen größeren Effekt und ihr behaltet den Überblick. Wie euer neuer WG-Putzplan dann aussieht, ist euch überlassen. Lasst eurer Kreativität freien Lauf. Die TANTE hat in ihren WGs gute Erfahrungen mit der guten, alten Putz-Uhr gemacht. Dafür bastelt ihr einfach eine Pappscheibe mit den Dingen, die geputzt werden sollen. Passend dazu schneidet ihr dann noch kleine Zeiger aus, auf denen die Namen der Putzenden stehen. Super easy und sehr effektiv. Ihr solltet euch im Vorfeld überlegen, was passiert, wenn jemand mal im Urlaub ist. Wer übernimmt den Putzdienst oder fällt er einfach aus? Das kann beim Müll schon mal echt ätzend werden.

Aus dem Dunstkreis der TANTE

Und zum Schluss hat sich die TANTE nochmal in ihrem Freundeskreis umgehört und ein paar unterhaltsame Anekdoten für euch gesammelt. Der ein oder andere hat ja vielleicht auch schon mal weirde Sachen in WGs erlebt. Die TANTE selbst hat gelegentlich die Brille ihrer Mitbewohnerin im Kühlschrank gefunden. Da weiß auch keiner, wie das immer passiert ist. Eine gute Freundin von der TANTE, Lea Schmitz* hat viele Jahre in Berliner WGs gelebt. Und da hat sie leider nicht nur schöne Dinge erlebt. Sie erinnert sich noch ziemlich genau an einen ehemaligen Mitbewohner…

„Miete zahlen? Ich will doch ausziehen“

„Der Dude* wollte dann irgendwann in eine andere Stadt ziehen, um dort zu studieren. Ist ja auch voll cool. Aber irgendwie hat er ab dem Zeitpunkt keine Miete mehr gezahlt. Was irgendwie so gar nicht cool ist. Der Rest unserer 3er-WG stand auch mit im Mietvertrag, weshalb sich der Vermieter quasi aussuchen konnte, wen von uns er jetzt verklagt… Er hat mich gewählt. Das ging tatsächlich bis vor Gericht. Und ich musste dann drei Jahre später noch seine fehlende Miete nachzahlen. Ihn habe ich nie wieder gesehen – war vielleicht auch besser so“, erzählt Lea.

Die schönen Dinge in einer WG

Aber dafür erlebt man auch total viele schöne Momente in einer WG. Die TANTE hat zum Beispiel eine fette selbstgebackene Torte von ihren Mitbewohnern bekommen, als sie diesen Job angefangen hat. Das war geil! Und auch Lea hat noch eine ziemlich schöne Story zu erzählen. Sonst hätte sie das WG-Leben nach dem ersten Horror bestimmt sein gelassen…

Dunkelkammer im Badezimmer

„Als meine Mitbewohner und ich damals alle auf der Fachoberschule für Gestaltung waren, haben wir uns eine Dunkelkammer im Badezimmer eingerichtet. Wir wollten im Fach „photographisches Praktikum“ besser werden. Der Vergrößerer stand auf dem Klo. In der Badewanne war das Entwickler- und Stopbad. Und im Waschbecken wurde gewässert. Die fertigen Bilder hingen dann auf Wäschestrippen im Bad. Danach waren wir unseren Mitschülern in dem Fach weit voraus. Wer allerdings mal auf den Pott musste, hatte Pech“, erinnert sich Lea grinsend.

*Name von der Redaktion geändert


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