Mit dem Bulli quer durch Europa! Anna Saalbach (19) und Finn Lankenau (18) aus Nordenham haben 2018 ihr Abitur gemacht. Schon da war beiden klar: "Wir haben Bock auf eine Europatour." Da Anna jedoch erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvierte und die beiden schließlich noch etwas Kohle brauchten, dauerte es etwas, bis sie ihren Traum verwirklichen konnten. Im April 2019 ging es dann aber los – spannend! Mit auf Tour: unsere TANTE BABO-Sticker. Bisher waren sie schon in Kroatien, Italien, Sardinien, Frankreich und Spanien. Also, nachgefragt!

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TANTE BABO: Wie kam es zu eurer Bulli-Europa-Tour? Was ist die Story dahinter?

  • Finn: Wir hatten schon länger den Plan, nach dem Abi wegzufahren, bis wir irgendwann mal darüber gesprochen haben. Da wir beide uns nicht gern verplanen und spontan sind, ist die Idee entstanden, zusammen einen Roadtrip zu starten. Schon während des Abis habe ich mich nach einem tauglichen Fahrzeug umgesehen bis ich auf einen T5 gestoßen bin. Somit war die Grundlage schon mal da.

Wie lange hat es gedauert, um den Bulli herzurichten? Was gehört alles dazu? Was sollte man beachten?

Im Sommer letzten Jahres haben wir damit begonnen, den Bulli komplett zu entkernen und alle relevanten Teile zu erneuern, damit das Auto durch den TÜV kommt. Das sind Teile wie Stoßdämpfer, Federn, Beleuchtung, Reifen und vieles mehr. Da Anna im August ihr FSJ begonnen hat, habe ich beschlossen, auch noch etwas Geld zu verdienen und habe bis Ende des Jahres im Straßenbau gearbeitet. Währenddessen hatte ich leider nur wenig Zeit für den Bulli und habe Stück für Stück nach Feierabend weitergemacht. Nach Weihnachten ging der Ausbau dann richtig los.

DAS HEISST, VIELE STUNDEN UNTERM AUTO UND IN DER WERKSTATT. HIER SIND DANN SCHRÄNKE, DAS BETT UND VIELES MEHR ENTSTANDEN.

  • Annas FSJ ging bis Ende März. Deshalb haben wir uns den 1. April als Deadline gesetzt. Der hauptsächliche Umbau hat also etwa drei Monate gedauert. Um einen Bulli oder einen Van selbst umzubauen, sollte man sich erst einmal vor Augen halten, was man mit dem Auto machen möchte und was es für ein Auto werden soll. Es gibt die Möglichkeit, sich ein älteres Auto, zum Beispiel einen T3 zu kaufen, mit dem man dann aber eher langsamer und unkomfortabler unterwegs ist. Oder man entscheidet sich für ein neueres Auto, was sich quasi wie ein Pkw fahren lässt, dafür aber nicht so ins Auge fällt. Auf den Spritverbrauch
    sollte man ebenfalls achten. Wenn man das weiß, kann man das Auto dann individuell auf die Anforderungen anpassen. Für uns zum Beispiel war es wichtig, im Auto längere Zeit leben zu können.
DAS HEISST, MAN BRAUCHT VIEL STAURAUM, EIN GROSSES UND PRAKTISCHES BETT, KOCHMÖGLICHKEITEN, EINEN KÜHLSCHRANK UND NOCH EINIGE WEITERE DINGE.
  • Mir persönlich ist auf längeren Strecken der Fahrkomfort sehr wichtig. Da ich mich in dem Auto auch wohlfühlen möchte, habe ich noch ein paar technische Features eingebaut, die einem das Leben erleichtern. Der Bulli hat jetzt eine helle Innen- und Außenbeleuchtung, ein Leselicht, eine zweite Batterie, eine Solaranlage, USB-Steckdosen zum Handyladen, ein 230V-System für Laptop und so weiter, ein großes Campingfenster, eine Druckluftanlage zum Reifen-Aufpumpen im Falle einer Panne, ein Lkw-Drucklufthorn und vieles mehr.

Für wen ist das was? Wem könnt ihr es empfehlen?

  • Um sich einen Bulli umzubauen, sollte man sich auf jeden Fall einen Haufen Zeit nehmen und ein wenig handwerkliches Geschick kann auch nicht schaden. Wenn man noch nicht viel Erfahrungen in sowas hat, findet man aber auch immer Freunde und Bekannte, die einem dabei helfen. Eine Europatour ist auf jeden Fall etwas für abenteuerlustige, reisebegeisterte Leute, die Bock auf Kultur und Natur haben. Wir stehen oft mehrere Tage abseits der Straßen, mitten in der Natur. Außerdem kann man mit relativ wenig Geld sehr weit und lange Reisen. Wir haben auch schon einige Familien mit Kindern getroffen, die zusammen in einem Bulli leben.
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Was ist danach geplant? Kommt ihr wieder zurück? Was bedeutet euch eure Heimat?

Ende Juni geht es für uns dann wieder Richtung Heimat. Zum Abschluss haben wir uns noch mit ein paar Freunden auf dem Hurricane Festival verabredet. Im Juli fahren wir allerdings noch ein paar Wochen in den Urlaub. Da bleiben wir aber an der Nordsee!

DENN UNS BEDEUTET DIE HEIMAT SEHR VIEL. WIR FREUEN UNS JETZT SCHON, ALLE WIEDERZUSEHEN.
  • Es ist schön, mal ein paar Monate weg zu sein, aber noch schöner danach wieder nach Hause zu kommen. Anschließend steht für uns beide das Studium an.

Was war das bisherige Highlight?

  • Unser bisheriges Highlight war Sardinien mit seinen tollen Stränden und der Natur. Außerdem die Bekanntschaften mit anderen Campern auf Europatour.

Gab es Komplikationen?

  • Komplikationen gab es zum Glück noch keine auf der Tour.

Was für ein Budget braucht es, um so eine Reise machen zu können?

  • Abgesehen von den Kosten, die wir in den Bulli gesteckt haben, kommen wir zu zweit mit 1.200 Euro im Monat aus.

Checkt mal Insta: Bulligoeseurope

1 Jahr Lissabon

Tabea Thalmann (24) aus Nordholz lebt nun seit knapp einem Jahr in Lissabon. Nach ihrem Studium war sie sich unsicher, was sie machen sollte und stieß zufällig auf eine Stellenanzeige für einen Job in der schönen Stadt am Fluss Tejo. „Das fand ich sofort cool! Ohne viel Organisation konnte ich einfach in die Hauptstadt Portugals, einfach rein ins Abenteuer.“ Wie es sich dort lebt? Wir haben mal nachgefragt.

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Was machst du dort und wie lange bleibst du? Was gefällt dir an Portugals Hauptstadt so sehr?

Ich arbeite im Kundenservice für einen Reiseveranstalter. Im August bin ich bereits ein Jahr hier. Schon während meines Auslandssemesters in Italien habe ich gemerkt, dass ich gerne in südeuropäischen Ländern bin und deshalb hat Lissabon sehr gut gepasst. Es ist einfach eine sehr coole und schöne Stadt.

DIE MENSCHEN SIND ENTSPANNT, DAS WETTER IST MEISTENS SEHR GUT UND ES FÜHLT SICH IMMER NACH URLAUB AN, WENN MAN AM WOCHENENDE ODER AN FREIEN TAGEN AN DEN STRAND FÄHRT. 
  • Auch unter der Woche ist einfach immer was los. Und ich liebe einfach die schönen Fliesen an den Hauswänden. Außerdem ist das Leben hier recht günstig.

Was bedeutet dir deine Heimat? Kommst du wieder zurück?

  • Klar, komme ich wieder zurück. Meine Familie und meine Freunde sind meine Heimat. Einfach die Menschen, die ich schon ewig kenne und die mir viel bedeuten. Heimat ist natürlich auch die Nordsee, der Deich und das launische Wetter. Auch während meiner Zeit in Lissabon war ich regelmäßig zu Hause. Eine bestimmte günstige Airline fliegt zu guten Preisen zwischen Hamburg und Lissabon hin und her.

Kannst du eine Auslandserfahrung empfehlen? Für wen ist das was?

  • Auslandsaufenthalte empfehle ich jedem, der mal Lust hat, für einen längeren Zeitraum im Ausland zu leben. Jedem, der Bock auf coole Erfahrungen hat und offen für Neues beziehungsweise Anderes ist.

Checkt mal Insta: Tabeathali

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