Verzerrte Bass-Akkorde, melodiöse Gitarren-Parts und 'ne verfremdete Stimme, die vom leisen Flüstern zu aggressiem Schreien wechselt – klingt gut? Dann solltet ihr die Show der drei Jungs Anfang Mai in der Döser Börse nicht verpassen. 2016 begann "She danced slowly" als Solo-Projekt von Oskar Brozek (24). Ende 2017 entwickelte sich daraus ein Trio. Mit ihrem Song "Joy" sorgten sie Anfang 2018 für Aufsehen in der deutschen DIY-Szene. Am 07. Juni veröffentlichen sie ihre erste Label-EP "Complicated Feelings".

shedancedslowly indiepunkband bremen Bild: Ann-Catrin Jung

TANTE BABO: Oskar, wolltest du schon immer Musik machen oder wie sieht dein bisheriger Lebenslauf so aus? Was machst du neben der Musik?

  • Oskar: Mit zwölf habe ich angefangen, Musik zu machen. Ich wollte einen Bass haben, hab' aber 'ne Gitarre bekommen und darauf rumgedaddelt und dachte  mir, ich werde jetzt ein Leben lang Gitarre spielen und traurige Lieder schreiben. Nebenbei habe ich immer in Bands gespielt, aber nie wirklich meine eigene Musik gemacht.
    Nach dem Abi habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) gemacht und ein bisschen rumgejobbt, angefangen zu studieren und relativ schnell gemerkt, dass mir die Zeit zum Musik machen fehlte. Ich wollte das aber einfach durchziehen und habe mich dann voll und ganz der Musik gewidmet. Auch jobtechnisch: Ich buche nebenbei Bands, veranstalte Konzerte, gebe Gitarrenunterricht…

Wie kam das Trio zustande? Seid ihr alle Bremer Jungs?

Ich bin ein Bremer Jung! Alex, der Schlagzeuger, ist aus Hamburg.

WIR HABEN UNS IN EINER BAR KENNENGELERNT UND ES PASSTE EINFACH.
  • Jakob, unseren Bassisten, kenne ich durch eine andere Band. Ich hab‘ ihn gefragt, weil ich wusste, dass er es drauf hat. Seitdem, also seit einem Jahr, sind wir halt die drei Boys.

Wieso der Name „She danced slowly“?

  • Alle meine Songs nehme ich in meinem Zimmer auf. Als es los ging, hatte ich keinen Namen für das Projekt und ich wollte die Sachen endlich raushauen und Gigs spielen, mit mir an der Front. Ich steh‘ voll auf die American High School-Filme aus den 90ern. Und hab' mir immer so ein Musikvideo vorgestellt, wo meine Band auf einer Party spielt und keiner der Anwesenden schaut zu oder tanzt, nur dieses eine Mädchen. Ein britischer Freund hat mir dann noch bei der Entscheidung geholfen, ob „dances“ oder „danced“. Er fand „danced“cooler.

Euer Genre: „Energetic-Indie-Punk“ – was macht es aus?

Zu unpolitisch für Punk, zu hart für Indie, deswegen nennen wir es einfach so. “

DAS GENRE ZU ERKLÄREN IST GAR NICHT SO EINFACH. LIVE STECKEN WIR AUF JEDEN FALL TOTAL VIEL ENERGIE REIN UND EINE STUNDE MIT UNS, FÜHLT SICH AN WIE DREI MINUTEN BEI 200 KM/H AUF DER AUTOBAHN.
  • Wir haben einfach Spaß auf der Bühne und wollen die Leute flashen. Es gibt tanzbare Beats, trotzdem ist es punkig, schnell und es wird rumgeschrien. Man kann es nicht in eine Schublade stecken.

Was war bisher der abgefahrenste Moment deiner Karriere?

  • Für mich, wenn wir mit einer Band spielen, die wir selbst hören. Und, wenn man nicht viel erwartet und das Publikum dann total abgeht.

Vor kurzem DIY, also „Do it yourself“ – neuerdings mit Label im Nacken, war das das grosse Ziel?

  • Ich war und bin DIY. Ich hatte nie ein Ziel, als ich angefangen habe. Ich wollte einfach nur Musik DIY-Szene machen, die mir gefällt. Und wenn das mein Ziel war, dann ist es langsam erreicht. Wir haben Fans und Leute in Münster, Frankfurt, Bremerhaven, die unsere Songs kennen – das ist schon cool und das kann gerne so weitergehen. Mit dem Label bekommen wir dabei Unterstützung, aber wir haben nicht unsere Seele verkauft.

Habt ihr Bock auf den Gig in Cuxhaven? Worauf freut ihr euch besonders?

Letztes Jahr waren wir schon einmal in der Döser Börse. Wir haben definitiv Bock! So einiges steht in den Startlöchern.

 

Ganz neu von She danced slowly: das Musikvideo zu Ian Curtis:

www.youtube.com/watch?v=Caxc7Wdv1kw

 

DIY Szene

EINE MENGE EIGENLEISTUNG UND ENTHUSIASMUS. MUSIKER DER „DO IT YOURSELF-KULTUR“ NEHMEN IHR SCHICKSAL SELBST IN DIE HAND, STATT DARAUF ZU WARTEN, ENTDECKT ZU WERDEN. FRÜHER VOR ALLEM IN DER HARDCORE- UND PUNKSZENE VERWURZELT, WOLLEN UND KÖNNEN SICH IMMER MEHR MUSIKER NICHT MEHR AUF GROSSE LABEL VERLASSEN. ALSO HEISST ES, „SELBER MACHEN“ UND MIT EIGENEN MUSIKVIDEOS UND SONGS DIE CHARTS STÜRMEN. EIN GUTES BEISPIEL: DAS MUSIKVIDEO ZUM SONG „JOY“ VON SHE DANCED SLOWLY.

FR, 03.05. SHE DANCED SLOWLY
21 Uhr | Döser Börse | Stichweg 22 | Cuxhaven

CHECKT MAL: FACEBOOK UND INSTA: SHE DANCED SLOWLY 

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