Caspar von Bredow-Adickes ist in Bremerhaven geboren, in Wremen direkt hinterm Deich aufgewachsen und in Cuxhaven zur Schule gegangen. Heute legt der 23-Jährige unter dem Künstlernamen Cas Paris in der Clubszene auf und hat das Produzieren die vergangenen drei Jahre von dem ehemaligen Kollegen von Lexy
und K-Paul gelernt – wow!

DJ Cas Paris Bremerhaven, Cuxhaven Bild: Peter Müller/Alex Norek

Vom Trommelkurs über Blockflöte und Klavier ging's ab dem 16. Lebensjahr an den DJ-Mixer. Dass seine Musik gut ist, weiß er, wenn's seine Mama nicht mehr auf der Couch hält und das heimische Wohnzimmer zum Dancefloor wird oder seine 79-jährige Oma zu ihm sagt: „Ja, ist ganz gut.“ Denn die beiden bekommen seine neuen Tracks als erstes zu hören.

Caspar, wann hast du angefangen, Musik zu machen? 

  • Mit fünf Jahren habe ich angefangen, Klavierunterricht zu nehmen. Vorher habe ich schon die klassische musikalische Früherziehung mit Trommelkurs und Blockflöte über mich ergehen lassen. Das war aber schnell nicht mehr cool genug. Dann habe ich weiter Klavier gespielt – das hat auch immer Spaß gemacht. Mit zehn, oder elf habe ich schon angefangen meine eigenen Melodien zu spielen. Ich war nicht so der Typ, der Stücke auswendig gelernt und nachgespielt hat. Ich habe schon immer meine eigenen Melodien gespielt. Sobald ich Noten konnte, habe ich mir alles selbst aufgeschrieben und selbst was komponiert.

Wie kam’s dazu, dass du DJ wurdest?

Ich war 16 und ein Kumpel aus Cuxhaven hat eine größere Party bei sich auf dem Hof geschmissen. Er wusste, dass ich eine Musikanlage habe und hat mich gefragt, ob ich Musik machen kann. Da waren bestimmt um die 150 Leute. Da habe ich dann „Niggas in Paris“ gespielt und alle gingen ab – von da an wusste ich, dass ich DJ werden will. Auch, wenn da noch keine Übergänge und so dabei waren, die Musikauswahl war anscheinend die richtige. Im Anschluss habe ich mir das ganze Equipment besorgt – das Geld dafür wurde sich mit Treckerfahren verdient – und mir mit YouTube-Tutorials alles beigebracht. Nach der Party haben mich immer mehr Leute gefragt, ob ich bei ihnen auflegen kann. Dann ging es schnell und Geburtstage, Hochzeiten, Abibälle in Bremerhaven und Cuxhaven folgten. Durch mein Studium im Bereich "Angewandte Medien" in Berlin habe ich viele Kontakte knüpfen können. Mittlerweile lege ich regelmäßig in Berlin, Hamburg und ganz Norddeutschland auf. In Zukunft soll es unbedingt wieder mehr hier in der Region werden.

DJ Cas Paris Bremerhaven, Cuxhaven Bild: Tim Sauer Photography Berlin

Was ist das Geile an dem Job? Warum machst du das?

  • Man muss sich immer auf das Publikum einstellen, die Crowd lesen. Ich nehme viele Songs mit, aber schaue dann, was gut ankommt. Seit kurzem komme ich als DJ auch sehr viel rum und das ist total toll. Andere nehmen Drogen – ich brauch' das! Die Connection zu den Leuten ist der Wahnsinn. Man verbindet sich miteinander, ohne etwas zu sagen. Man bringt sie durch seine Musik dazu, sich zu bewegen und das ist ein sehr intensives, krasses Gefühl – ich habe keine Erfahrungen mit Drogen, aber so stelle ich mir einen guten Rausch vor. Auf die Musik bezogen kann man sagen, ich bin abhängig.

Der beste DJ-Moment?

  • Ich habe super ehrliche Freunde. Die ersten drei Jahre haben sie meine Tracks meist kritisiert. Aber als dann auf einmal positives Feedback kam oder die Fragen sich häuften, wann Tracks endlich veröffentlicht werden oder wann es was Neues gibt – das fühlt sich einfach gut und richtig an. Und wenn man auf größeren Bühnen steht und die Leute die eigene Musik feiern – das gehört natürlich auch zu den besten Momenten.

Was ist dein Ziel?

Ein Traum wäre natürlich Tomorrowland – davon träume ich schon immer. Dafür werde ich auch noch viel tun. Selbst wenn es mit 40 oder 50 auf einer Nebenbühne ist. Dafür muss man aber ganz viel Glück haben und hart arbeiten. Vielleicht wird es nie passieren, aber es ist mein Traum und träumen darf man ja.

DJ Cas Paris Bremerhaven, Cuxhaven Bild: Peter Müller/Alex Norek

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YouTube: youtube.com/CasParis
Instagram: @casparismusic

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