Diese Energie und Leidenschaft, dieses ausdrucksvolle Strahlen in den Gesichtern – Vorsicht, Ansteckungsgefahr! Einer der Gründe, warum man sich das Formationstanzfestival am 16. Februar in der Stadthalle Bremerhaven nicht entgehen lassen sollte. Denn nach dem exklusiven Trainingseinblick und Interview mit der A-Formation der TSG Bremerhaven kam TANTE BABO aus dem Dauerlächeln gar nicht mehr heraus und diese Glücksgefühle erst, voll geflasht! Die „1. Bundesliga Latein“ und die „Landesliga Nord“ bringen das bunte, fröhliche Lebensgefühl durch ihre Tänze in unsere Hafenstadt. Beim Formationsfestival treten die Teams der jeweiligen Liga gegeneinander an – das wird Spitzensport auf höchstem Niveau: acht Paare, schnelle Rhythmen, aufwändige Outfits. Wir wollten wissen, was noch alles dazu gehört und vor allem, was dahinter steckt: Szenetalk mit Tänzer Joey Ackermann und Trainer Oliver Molthan.

Formationstanz01

Was macht das  Latein-Tanzen aus?

  • Oliver Molthan, einer der Trainer der A-Formation: Sehr viel Leidenschaft und sehr viel Herzblut gehören dazu. Außer­dem das Tanzen als Paar. Und die lateiname­rikanischen Rhythmen. Es ist ein echter Hoch­leistungssport und ext­rem anstrengend. Beim Formationstanz gehört natürlich auch das Team­gefühl dazu. Das Feeling bei einem Turnier ist irre. Wenn das Publikum erst ganz ruhig ist und dann anfängt, mitzugehen. Bei einer Deutschen Meis­terschaft sind schon bis zu 5.000 Menschen in der Halle und das ist einfach ein tolles Gefühl - das macht es Für mich aus. 

Was gehört zum Training dazu? 

Was ist das Tolle daran, Trainer zu sein? Wir trainieren an fünf von sieben Tagen. Unter der Woche dreimal drei Stunden, am Wochen­ende beide Tage von 10 bis 18 Uhr. Es ist sehr zeitintensiv und trotz­dem immer noch ein Amateursport. Das Ganze muss noch mit Schu­le, Studium, Ausbildung und Beruf unter einen Hut gebracht werden. Auch von uns Trainern ist es ein Hobby und nicht unser Hauptberuf - man muss das lieben. Ich wur­de in meiner aktiven Zeit mit dem Team Deutscher Meister, Europameister, Weltmeister, genau wie mein Trainerkollege Dirk Buchmann. Das Schöne ist, seine eigenen Erfah­rungen weitergeben zu können und die jungen Leute zu unterstützen. 

UM DIESEN SPORT AUSZUÜBEN, MUSS MAN VERRÜCKT SEIN. 
  • Sonst würde man das einfach nicht machen. Als Trainer muss man inspirativ sein, aber auch streng. Das ganze Konzept zu entwickeln, die Choreographie, die Musik, bis alles sitzt und auf dem Turnier gezeigt werden kann, das ist es, wofür ich das mache. Für diesen ganzen Prozess. Es ist gut, dass wir zwei etwas Strengere, zuge­geben, das bin ich, und einer der etwas Nettere. Dirk und ich ergänzen uns perfekt. 

Was ist euer Ziel für das Formationsfestival?

  • Nachdem wir bei den Deutschen Meisterschaf­ten Ende letzten Jahres den vierten Platz be­legt haben, wollen wir jetzt schon gerne den dritten Platz erreichen. Ein Heimturnier bietet natürlich noch mehr An­reiz, weil Familie, Freun­de, Fans, alle da sind. Das Bremerhavener Pub­likum war von früher ein­fach tanzsportverwöhnt, dann gab es einen klei­nen Knick in der Ära und das ist jetzt die zweite Saison in der ersten Liga und deswegen ist es umso schöner, sich dem Bremerhavener Publi­kum wieder präsentieren zu können. Auch in so einer Location wie der Stadthalle.
Formationstanz02 Bild: TSG Bremerhaven

Joey Ackermann (28) zählt seit mehreren Jahren zum Ensemble der TSG-A-Formation und hat mit drei Jahren angefangen, zu tanzen. Seit seinem 16. Lebensjahr tanzt der Sohn einer Tanzlehrerin Latein. „Ich habe in der Landesliga angefangen und mich dann mit Anfang 20 hier vorgestellt. Und irgendwas haben die an mir gefunden, sodass ich direkt in die 1. Bundesliga aufgestiegen und geblieben bin“, erzählt Joey. Grund genug, nochmal etwas genauer nachzufragen. 

Was gehört zu diesem Lifestyle dazu?

  • Joey: Man passt sein ganzes Leben wirklich an das Tanzen an. Alles andere wird drumherum gelegt. Auch Familienfeiern oder Arbeit, das steht für mich hinten an. An erster Stelle kommt wirklich das Training. 

Wie lange dauert es, sich für ein Turnier zu stylen?

Wir brauchen so eine halbe Stunde bis Stunde: Wir pinseln uns selber gegenseitig ein. Es gibt auch Mannschaften, wo die Männer sogar ein Augen-Make-up bekommen. Das Gesicht muss natürlich braun sein. Das kann man dann noch verfeinern mit Puder oder  ägyptischer Erde.

DIE HAARE SOLLTEN  DUNKEL SEIN. DAS MACHT MAN MIT HAARSPRAY ODER SCHUHCREME.
  • Das bekommt man auch ganz einfach wieder aus den Haaren herausge-waschen und soll sogar gut fürs Haar sein. Die Farbe, die wir für den Körper nutzen, bekommt man auch mit einmal duschen wieder ab. Es sei denn, man nutzt den Wirkstoff, der auch in Bräunungsmitteln ist, dann hält es schon bis zu zwei Wochen. Die Frauen schminken sich natürlich extrem. Wenn man sie vom Nahen sieht, denkt man, dass es viel zu viel ist, aber es muss eben auf die Entfernung wirken. Die Frauen brauchen dementsprechend bis zu drei, vier Stunden, um sich fertig zu machen.

Warum sollte man sich das Formationsfestival nicht entgehen lassen?

  • Es gibt viele eingefleischte Latein-Tanz-Fans und man wundert sich, was für eine Stimmung bei Turnieren herrscht. Die Mannschaft trainiert so hart für Turniere und kann dort dann alles zei-gen und das sieht man in den meisten Fällen auch. Und das sollte man sich  einfach nicht entgehen lassen. 

KARTEN FÜRS FORMATIONSFESTIVAL IM VVK:  GESCHÄFTSSTELLE TSG BREMERHAVEN

SA, 16.02. in der Stadthalle  Bremerhaven | Wilhelm-Kaisen-Platz 1 |  Bremerhaven

LANDESLIGA  NORD B LATEIN
16 Uhr 

BUNDESLIGA 
19 Uhr

Schon mal Latein-Tanz live erlebt?

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