"In den Sekunden vorm Start blendest du alles um dich herum aus. Es zählen nur du und deine Maschine – ihr werdet eins. Ertönt der Startschuss, geht's darum, als Schnellster vom Start loszukommen und natürlich als Erster wieder im Ziel zu sein." Nick (17) liebt es, Rennen zu fahren. Sein Hobby hat der Langener professionalisiert. Die Wochenenden verbringt er auf Wettkämpfen, wo nur Teamgeist, Vollgas und Action zählen!

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Nick, erklär‘ uns mal dein Hobby:

  • Ein Renntrecker sieht aus wie ein Rasenmäher-Trecker. Ist aber natürlich umgebaut, modifiziert, hat kein Mähwerk und so weiter. Mein letzter Trecker fuhr bis zu 70 km/h. Es gibt vier Klassen, in die der Rennsport mit Renntreckern unterteilt ist: die 13 PS-Klasse, die Superstandard-Klasse, in der ich fahre, die Standard-Klasse und die offene Klasse. Die Klassifizierungen haben mit den Motoren, den Getrieben und Achsen zu tun, die verwendet werden dürfen. Die Altersklassen spielen keine Rolle. Das Durchschnittsalter liegt circa bei 30 Jahren. Ich bin einer der Jüngsten und der Älteste ist 67. Wir machen das alle als reines Hobby. Die Rennen laufen dann meistens auf einem Acker, auf einer abgesteckten Strecke. Je nachdem, ob es regnet oder nicht, fährt man im Staub oder Matsch.

WIE BIST DU DAZU GEKOMMEN, RENNTRECKER ZU FAHREN?

  • Das kam durch einen Bekannten meines Vaters, der in dieser Szene aktiv war. Im Alter von zehn Jahren bin ich das erste Mal als Zuschauer mit zu einem Rennen gefahren und habe mich im Anschluss mal auf einen Renntrecker gesetzt – das gefiel mir sofort! Bereits davor hatte ich die Liebe zu Pocketbikes und Quads entdeckt. 2015 habe ich mir dann einen Trecker ausgeliehen und das erste Mal selbst an einem Rennen teilgenommen. Danach haben mein Vater und ich mir einen eigenen Renntrecker gebaut. 2017 bin ich dann in die erste richtige Saison gestartet und direkt Deutscher Meister geworden. 2018 konnte ich meinen Titel verteidigen. Wenn ich das jetzt 2019 ein drittes Mal in Folge schaffe, darf ich den Wanderpokal behalten.

WIE LÄUFT SO EIN WETTKAMPFWOCHENENDE AB?

Da die Anfahrt meistens etwas länger ist, starten wir ganz früh am Samstagmorgen. Wenn wir angekommen sind, werden erstmal alle begrüßt – man kennt sich untereinander. Dann folgen die Anmeldung und die technische Abnahme des Treckers. Da müssen einige Dinge beachtet werden, wie die Breite, die Sitzschwingung, das Lenkspiel und so weiter. Im Anschluss darf jeder Teilnehmer für 15 Minuten die Strecke einmal abfahren und testen, um zu gucken, wie man fahren sollte. Aber eigentlich siehst du jede Kurve das erste Mal. Denn nach jeder Runde ist die Strecke wieder anders, weil so viele Trecker dort langgefahren sind. Man muss also schnell reagieren. Ein normales Rennen hat dann drei Läufe à 15 Minuten und es geht natürlich darum, wer als Erstes ins Ziel kommt. Die Streckenlänge beträgt im Durchschnitt zwischen 600 und 700 Meter. Über die Saison sammelt man dann Punkte, die am Ende die Wertung ergeben und zeigen, wer aufs Siegertreppchen darf. An so einem Wochenende steht natürlich zum einen der Rennsport im Vordergrund, zum anderen aber auch das Miteinander. Mein Team ist für mich schon wie eine zweite Familie und wir freuen uns jedes Mal, wenn wir uns sehen, haben einfach nur eine gute Zeit und lachen viel miteinander.

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Was braucht man dafür an Ausrüstung?

  • Neben dem Renntrecker habe ich ganz normale Cross-Stiefel, 'ne komplette Cross-Bekleidung, sprich Hose und Jacke. Das dient natürlich alles dem Schutz. Ein Helm, Handschuhe und eine Nackenkrause dürfen natürlich auch nicht fehlen.

WAS GEFÄLLT DIR DARAN SO GUT?

  • Ich liebe die Zeit mit meinem Team „Rocking Cars“. Allein das gibt mir schon so viel. Und dann natürlich noch das Gefühl, wenn du voller Adrenalin, kurz vorm Ziel, jemanden überholst und Erster wirst. Manchmal siehst du nur den Himmel vor dir, beispielsweise wenn der Trecker vorne abhebt, und dann ist das echt so ein Gefühl von Freiheit und Grenzenlosigkeit. Deshalb gibt’s bei mir auch nur ein Gas: Vollgas! Solang die Strecke es erlaubt.

Wie gross ist die Szene in Deutschland für diesen Sport?

Die Rennen finden deutschlandweit statt. Das naheste ist im Raum Oldenburg, am weitesten weg ist das Rennen bei Dresden. Die Saison geht von April bis Oktober. An so einem Wettkampfwochenende nehmen um die 70 Leute am Rennen teil. Insgesamt sind bis zu 200 Leute vor Ort.

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